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..... da wurde gewandert was das Zeug hält!

Wie sich Menschen von Hunden hetzen lassen ist schon sehenswert. Nicht dass die Hunde gefährlich waren, die waren friedlich, sie waren nur freudig erregt weil ihre Menschen einmal für sie Zeit hatten. Hatten sie diese wirklich? Da kommen die Menschen schon abgehetzt vom Frühstück in der Angst der Konvoi fährt ohne sie ab. In weiter Folge größte Hektik bei der Abfahrt als wäre der Teufel hinter ihnen her. Jeder glaubt er versäumt etwas oder er muss zur Bahn, zum Flugzeug oder der Zug fährt ihm davon. Die schriftliche Information wo's hingeht hatten anscheinend die Wenigsten gelesen, wie könnte es sonst geschehen, dass ein großer Teil der Teilnehmer am Wegweiser zum "Kleinen Arbersee" vorbeifuhr, so unter dem Motto : Ich weiß zwar nicht wo's hingeht, dafür bin ich aber schneller dort! Irgendwo stehen zu bleiben und warten war anscheinend nicht drinnen. Hatten da einige Angst der See ist nicht mehr da, oder der Berg ist weg bis wir hinkommen? Beide waren noch da, und die "Bahnfahrer" waren schneller da als die Benzinfahrer.


Da war noch kein "Startschuss" gefallen

die sind sowieso nicht so hektisch

die beraten noch

Am Parkplatz "Reissbrücke" angekommen ging die Hektik gleich wieder los. Weil die Hunde vor Freude bellten, weil sie endlich aussteigen durften, schien das den Menschen der Startschuss zum "Berglauf" zu sein. Fast alle stürmten los als ob es um Leben und Tod ginge und rannten ihren Hunden hinterher. Leute, abschalten, der Schalter dazu ist im Kopf! Da fährt man zum Wandern und kann den Leistungs- und Erfolgszwang nicht abstellen, schauderhaft wie weit sich die Alltagshektik schon zur Zwangsneurose gesteigert hat. Durch diese Hektik versaut ihr euch die wenige Freizeit auch noch! Es ist völlig egal wer als erster am See oder sonst wo ist und außerdem sind die Hunde ja trotzdem schneller als wir. Das dürften da ein paar vergessen haben.


ob das die "Renngeher" auch sahen?

Startschuss zum Bergrennen!

Da liebt es Frau Buchmeier gemütlicher

diesen Anblick muss man doch genießen

Aufbruch zur "Mooshütte"

die gehören auch zu den "Naturgenießern"

Gott sein Dank gibt's noch ein paar die nicht an "Hektik erkrankt" sind, die die Natur noch genießen wollen, zu der Sorte gehör ich auch. Als sich die "Renngeher" in Richtung "Kleiner Arbersee" abgesetzt hatten kehrte wieder Ruhe bei Hund und Mensch in der nicht "angesteckten" letzten Gruppe ein. Ich persönlich lass mich sowieso nicht hetzen, meine alte Fidschi und ich gingen gemütlich bergan, gestört nur von 4 Kleinbahnzügen, einigen Traktoren und von einigen PKW's die, trotz Fahrverbot, mit Ausnahmegenehmigungen mit ihren Stinkern unterwegs waren. Oben angekommen war der See noch da, von der Gruppe einige "Splitter" am anderen Seeufer. Ich genoss erst einmal den An.- und Ausblick, machte einige Fotos und ging dann am Seeufer auf die andere Seeseite, wo noch ein paar Leute da waren. Der Rest war schon wieder auf der Flucht Richtung "Mooshütte". Als ich dort mit einer Gruppe ankam, rannten die ersten schon wieder weg, warum die bei einer Gruppenwanderung mitmachen habe ich mich gefragt, wo sie doch anscheinend lieber alleine gehen oder alleine sind. Vielleicht brauchen aber jemanden der ihnen sagt wo man in Bayern hingehen kann, diesen Eindruck hatte ich, denn am nächsten Morgen sah ich die Zwei nimmer. Wir sagen dazu immer: "Leut' gibt's die gibt's gar net!" Ich hoffe das Niemandem übersetzen zu müssen?)))


Mittagsrast bei der "Mooshütte"

schon wieder "Aufbruchstimmung"

wenigstens jetzt wird gewartet


bevor die Gruppe bergab geht


unser Reiner  bei der Lagebesprechung


und jetzt geht's los!

Nach kurzer Rast gingen wir über eine Wiese in den Wald. Der Weg war auf "bayrische Art" etwas rustikal asphaltiert! Rillen und Steine, dazwischen - wegen der Glatteisgefahr? - lagen dürre Äste. Hatten die uns gar Prügel vor die Füße geworfen? Nehmen sie das nicht zu ernst, es war ein natürlicher Forstweg nach dem man da geschlägert hatte. Nach einiger Zeit kamen wir auf eine breite Forststraße und begegneten einem Forstfahrzeug. Reiner Fein erkundigte sich beim Fahrer wie weit es noch der Weg ist. Die Antwort des Waldarbeiters lautete 1 Kilometer. Er sagte aber nicht dazu dass er "bayrische Kilometer" meinte. Sie wissen nicht was ein bayrischer Kilometer ist? Nun, ein bayrischer km sind 1850 bayrische Meter, ein bayrischer Meter sind umgerechnet 1,25 europäische oder DIN Meter!!! Mit einem Wort, ein bayrischer km misst laut DIN Norm 2312,5 Meter. Muss wohl so sein, sonst könnte man nicht bergab für einen km etwa eine halbe Stunde Gehzeit haben. Weil die meisten Bayern sehr guten Humor haben, nahmen es auch wir mit Humor, ich hoffe sie sehen das auch so.

Die meisten nahmen ruhig und entspannt die Rückfahrt nach Lam in Angriff, viele hatten aber auch hier wieder Eile und Wettbewerbsgedanken und starteten einen Wettlauf zur Dusche ins Hotel. Wie oben beschrieben, der Hektikschalter ist im Kopf, man muss ihn nur benützen!

Das Wetter am Abend versprach einen schönen Samstag. Bei einem herrlichen, köstlichen Abendessen, ein paar hopfernen "Entspannungstropfen" klang der Abend aus. Man mußte ja schließlich für den samstägigen Berglauf zum Großen Arber fit sein.

 

Weiter zu Teil 3 des Berichtes: Samstag 24. Mai 2008, der Schlusstag!

 

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