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18. Dreikönigswandertag Endlich wieder einmal ein echter Winterwandertag! In den letzten Jahren hatte man an unserem Dreikönigswandertag manchmal den Eindruck die Wanderung fände in einer anderen Jahreszeit statt. Einmal regnete es, einmal schien die Sonne, im Vorjahr hatten wir Eisregen. Wir hatten im Jänner manchmal so richtiges Aprilwetter. Aber, gut Ding braucht eben Weile und Geduld! Der 6. Jänner 2010 bescherte uns Schnee, zwar nicht so viel wie der ORF und die Tageszeitungen in gewohnt übertriebener Manier prophezeiten oder berichteten - die Schlagzeilen lauteten "Österreich versinkt im Schnee". So arg war es wirklich nicht, magere 10 cm lagen bei uns. Trotzdem waren, wie immer, unsere Straßenwinterdienste vom Wintereinbruch "überrascht!", hören die nicht Radio, sehen die keinen Wetterbericht im Fernsehen? Als wir um etwa 8 Uhr in St. Pölten wegfuhren war im Stadtgebiet praktisch nichts geräumt, Schnee oder Schneematsch auf den Strassen, auf der S33 Richtung Krems war wenigstens der Räumdienst unterwegs, gleich 2 Fahrzeuge nebeneinander. Die zwar effektivste und schnellste Methode die Fahrbahn zu säubern, aber wenn man dann 20 km mit Tempo 40 dahinter herfahren muss bis man vorbeifahren bzw. überholen kann, findet man das weniger lustig. Uns schwante Fürchterliches. Wenn alle angemeldeten Spanielwanderer die gleichen Probleme hatten wie wir, na, Grüß Gott! Da stehen wir, möglicher Weise, alleine in Feuersbrunn, können die 70 Würstel und 80 Semmeln mit der Familie Bayer alleine "verdrücken". Die Verkehrsberichte im Radio hörten sich auch nicht sehr freundlich an. Auf der A1 Unfall mit quer stehendem LKW zwischen St. Pölten und Wien. Die Meldungen von der Südautobahn A2 nicht besser, umgekippter LKW bei Vösendorf, Überholspur gesperrt. Aus dieser Richtung sind unsere Burgenländer und Steirer unterwegs nach Feuersbrunn. Dann der erste Anruf. Gitti Uchner machte eine Standortmeldung: "Alles wohl auf, über den Semmering und in diesem Bereich sehr viel Schnee, Karl Samitsch könnte Probleme bekommen, Staumeldung aufgrund des LKW Unfalls auf der "Süd", aber alle kommen, wenn auch verspätet, sie kommen! Die erste Erleichterung, wir brauchen doch nicht so viele Würstel mampfen! Anruf bei Gaby Parzer, Frage wo sie derzeit ist, Antwort: Schon in Feuersbrunn, sie ist vor den Schneepflügen auf die S33 gekommen. Gott sei Dank. Ab Krems Richtung Feuersbrunn nur mehr nasse Fahrbahn. Ankunft beim Bayerkeller etwa 8:55 Uhr, ein dampfender Teekessel, Glühweinduft, lachende Gesichter, kein Schneefall, Temperatur -2°, kein Wind, Schneehöhe knappe 10 cm. Bestes Winterwanderwetter. Was uns jetzt noch fehlt sind die Leute mit ihren Hunden. Dann, so nach und nach kommen unsere Spanielfreunde zum Bayerkeller, Erleichterung macht sich bei uns breit. Bis 10 Uhr sind wir fast komplett, lediglich unsere Bur-Stei Connection - Cede, Huber, Krutzler, Samitsch, Uchner - ist, wie angekündigt, noch unterwegs. Auf Erny Zich und Tochter warteten wir leider vergeblich, sie hatte einen kleinen Unfall, aber glücklicher Weise ohne Personen und Tierschaden, wie wir am Nachmittag erfuhren. Da Erwin Bayer leider wieder seine Bandscheibenprobleme hatte - es ist schon ein Kreuz mit dem Kreuz - war ich wieder Wanderführer. Um etwa 10:15 Uhr machten wir uns auf die Socken, wie wir zu sagen pflegen. Die Hunde konnten es sowieso nicht mehr erwarten. Die ersten Meter wie immer angeleint, am Feld dann Kommando: "Leinen los!" Sie hätten das sehen sollen, wie die Meute losstürmte. Aber schauen wir uns einmal einige Bilder davon an:
Von Zeit zu Zeit warteten wir auf die etwas weniger "geländegängigen" Wanderer, achteten darauf dass die Menschen- und Hundemeute nicht zu großen Abstand hatte und die Hunde ihre Besitzer nicht aus den Augen verloren. Bei der Vielzahl an Wildfährten und Spuren nicht immer ganz einfach. Unsere Spaniels haben ihre Jagdhundeanlagen, Gott sei Dank, nicht verloren. Mit tiefer Nase durchstöberten sie die Weingärten und Äcker entlang des Weges, bei den Cockern zeigten sich alsbald große Schneeklumpen an den Behängen. Da die meisten unserer Cocker mit Overalls ausgerüstet waren, blieb ihnen der "Schneebehang" wenigstens das bei den Bauchfahnen und an den Beinfahnen erspart. Die doch etwas höheren Springer tun sich da leichter. Einige unserer Springer machten ihren "jagdlichen Übungstag" etwas weitläufiger als gewünscht, aber letztendlich waren wieder alle da. Wie wir an den Fotos sehen war dieser 6. Jänner nicht nur für uns ein Feiertag, für unsere Spaniels war's ein ganz besonderer Festtag!
Nachdem wir die Sonnengasse wieder verlassen hatten ging es ein Stück an der Leine (Vorsichtsmaßnahme wegen der Autos, heute fuhren aber keine) die große Kellergasse bergab, dann zweigten wir rechts ab, wo sich unsere Hunde wieder frei bewegen konnten. Ein paar Hunde nutzten das weidlich aus! Macht nichts, sie hatten Spaß daran. Unter uns lag der Ort Feuersbrunn im winterlichen Kleid, ein seltener Anblick, aber sehr schön. Was fehlte war nur den Sonnenschein, hätt's den auch noch gegeben wär's es fast kitschig gewesen. Auf halber Höhe zwischen den oberen Weinbergen und der Weingärten im Tal gingen wir Richtung Westen entlang von Weinkellern - um diese Zeit meist geschlossen, die Kellerarbeit ist getan, der neue Wein ist am reifen, schmeckt aber schon vorzüglich.
Als wir am Rückweg kurz vor Feuersbrunn waren wurde mir von den letzten Wanderern unserer Gruppe gesagt, dass da hinten noch Leute mit Cockern unterwegs sind, die sind aber noch weit hinten. Das konnten nur unsere Burgenländer und Steirer sein! Ich ging ihnen ein Stück entgegen und wartete, sie waren es, zu mindest ein Teil von ihnen, die anderen waren schon im Bayerkeller. Ich freute mich sehr über deren Eintreffen, eine Superleistung. Trotz widriger Umstände über 200 km zum Wandertag anreisen, das ist nicht hoch genug zu loben. Das ist wahre Treue zu unserer großen NÖ/Bgldl. Spanielfamilie. Danke an Euch! Am Keller angekommen war die Verpflegung schon voll im Gange. Christa Bayer hatte schon rechtzeitig die Würste heiß gemacht, Bartische standen im Freien, das Kellerstüberl gut geheizt, Gaby Parzer bei der "Wurstverteilung", Erwin Bayer mit Familie sorgte für die Getränke, Christa Bayer verwöhnte uns mit ihren köstlichen Mehlspeisen - wer die noch nicht gekostet hat ist selber schuld! Wie sich das angeschaut hat sehen Sie an den nächsten Bildern:
Feuersbrunn war für die 44 Menschen mit ihren 37 Spaniel auch 2010 wieder eine Reise wert, wenn es auch nicht für viele wegen der Fahrbahnverhältnisse nicht ganz einfach war. Letztendlich freuten sich alle dass wir uns auch 2010 zu unserer großen Spanielfamilie zusammen gefunden haben. Ich bedanke mich bei allen Teilnehmern für ihre Treue und ihr Kommen, herzlichen Dank auch für die "Verpflegungspenden". Mein besonderer Dank gilt Familie Bayer für die Bereitstellung ihrer beheizten Räumlichkeiten, bei Christa Bayer für die Aufbereitung unserer Verpflegung und nicht zuletzt bei Gaby Parzer, sie besorgte und verteilte die Verpflegung, sie ist so zu sagen die Mutter der Kompanie!
Ich freue mich schon auf ein Wiedersehen am 17. April 2010 beim 18. Heurigenwandertag in Feuersbrunn Ihr Franz Reisner
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