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17. Dreikönigswandertag Endlich wieder einmal ein "richtiger" Winterwandertag! Minus 6°, kalter Wind, leichter Schneefall - einfach super - für die schon in Feuersbrunn angekommenen Teilnehmer. Eisregen, spiegelglatte Fahrbahn, Umleitungen auf der Autobahn wegen Unfällen für jene die noch aus dem Burgenland und dem südlichen Niederösterreich unterwegs waren, die hatten es bei der Anreise nicht so super. Trotzdem kamen diese "treuen Seelen" aus der "Burgenland - Connection" wie der Kosenamen der Familien Uchner, Samitsch und unserem "süßen Mädchen" Claudia (verdiente LG Mehlspeisenbäckerin Claudia Huber) lautet, etwas später zwar aber sie waren da. Danke für die Treue, auf Euch ist halt Verlass! Das einzige was den 60 Spanielfreunden und ihren 50 Hunden an diesem Tag fehlte war die Sonne, die trugen sie aber im Herzen. Da die Pünktlichkeit am ersten Wandertag im neuen Jahr hervorragend war - die wetterbedingten Verzögerungen bei der Anreise entschuldigen sich von selbst - war der Abmarsch um 10 Uhr vom Bayerkeller schon sehnsüchtig erwartet. Trotz Tee und Glühwein, von Christa Bayer liebevoll zubereitet, froren alle schon beträchtlich, bei manchen kamen die Zähne mit dem Klappern schon gar nicht mehr nach!. Vielleicht lag's auch daran, dass einige etwas "sommerlich" bekleidet waren. Na, beim Gehen wird es von selbst wärmer - Bewegung ist der beste Ofen, da kommt die Wärme von innen! Nicht nur die Menschen legten kräftig los um ihre "Weihnachtsfeiertagskalorien" zu verbrennen, am eiligsten hatten es die Hunde. Kaum geschnallt (abgeleint für die Nichtjäger) stürmten, ja flogen sie förmlich über die hart gefrorenen Äcker. Die Freude der Hunde war fast spürbar, man könnte den heurigen Dreikönigswandertag fast "Tag der fliegenden Spaniels" nennen, so eilig hatten es die Hunde. Allen voran die Welshies und hinterdrein die Cocker. Zu schnell um gute Fotos zu machen. Dank der guten Beziehungen zu den Feuersbrunner Waidmännern dürfen die Hunde hier ungehindert über Wiesen und Äcker stürmen, eine Tatsache die diese "unverschämt" ausnützten. Es schien als würden die nie müde. Nach den zwangsweisen "Weihnachtsruhetagen" welche die Hunde, wegen der Verwandtschaftsbesuche ihrer Besitzer, hatten, tat ihnen das sicher gut - ihren herrschaftlichen "Keksverwertern" sicher auch. Von den Hunden klagte jedenfalls keiner über die Kälte! Es war auch keiner vermummt - ich sah das nur bei den Menschen, allerdings lief da auch keiner so wie die Hunde!))). Da sahen manche aus wie "Terroristen", so vermummt waren die. Hat uns die "Klimaerwärmung" schon so verwöhnt? Ich weiß nicht wie es Ihnen geht, mir taugt dieses Wetter. Da ich täglich mit meiner "Woodcockbande" unterwegs bin, bin ich die Kälte gewöhnt, ja ich bin begeistert von ihr. Täglich reine Hunde wegen des gefrorenen Bodens, kein Dreck, keine "Badearbeit" einfach Klasse. Finden Sie nicht auch?
Ich verstehe die Vermummungen durchaus,
der "Böhmische Wind", wie hier der kalte Nordwind genannt wird, kann auf diesen
ebenen Flächen voll anblasen. Nicht die 5-6 ° die es um 1/2 11 Uhr hatte waren
das Problem, es war der Wind, der das Ganze kälter machte. Jene, welche die
Kälte ganz besonders spürten, gaben kräftig Gas und so war es für den
Berichterstatter und Fotografen nicht leicht zu guten Bildern zu kommen. Meist
mußte ich hinterherlaufen - im Gehen gelingen mir noch keine guten Fotos
(vielleicht lerne ich das auch noch?) - Folge davon viele Bilder von hinten.
Spaß halber sagte ich zu einer Wegbegleiterin: Ich glaube ich bin ein Relikt aus
dem Ostblock, ich komme mir vor wie ein Teilnehmer einer Fluchtgruppe, weil ich
ständig nur Rücken vor mir sehe! Bin ich am Ende schon "Spezialfotograf für
breite Rücken"?
Beim Bayerkeller angekommen war das Stüberl bummvoll, im Presshaus war aber auch noch Platz. Einige andere zogen es, wie ich, vor im Freien zu Essen. Erstens war uns nicht kalt, wir hatten die richtige Kleidung, zweitens war's uns drinnen zu warm, drittens hatte ich, als ich kurz drinnen war, sofort "Milchglasbrillen" und sah absolut nichts. Meiner Kamera ging es genau so, auch die beschlug wegen des Temperaturunterschieds, offensichtlich nicht nur äußerlich. Die Innenaufnahmen würde ich nicht gerade als scharf bezeichnen, die Kamera hatte den "trüben Blick". Viertens wärmte uns Glühwein und scharfe Burenwürste (für Nichtösterreicher - Klobassen oder Kochwürste). Wie es für richtige Nachzügler gehört, blieben wir dann zum Ausgleich länger sitzen, das muß einfach so sein!!!)) Gegen 15:30 ging ich als Letzter aus dem Keller. Jetzt kommt das große "Danke sagen". Unserer besonderer Dank gilt der Familie Bayer, da in Besonderem der "guten Seele" des Hauses - Christa, sie kochte nicht nur die heißen Getränke, sie übernahm auch unentgeltlich heuer die Küche weil, aus gesundheitlichen Gründen, unsere "Küchenabteilung" nicht so einsatzfähig war wie sonst. Dafür liebe Christa ein besonders herzlicher Dank. Danke auch an die anderen Familienmitglieder, die halfen die köstlichen Mehlspeisen zu backen und mithalfen beim Service. Ein großer Dank auch an unseren Erwin Bayer, er "schupfte" nicht nur den guten Kontakt zu den Jägern, er führte wie jedes Jahr die Wanderung, er servierte auch noch nach Beendigung der Wanderung. Zusätzlich schleppte er noch die schweren Weinkisten aus dem Keller zu den Autos um sie einzuladen. Ja, falls es manchen noch nicht bekannt sein sollte: Die Familie Bayer unterstützt uns nicht nur bei unseren Wandertagen, sie verkauft auch Wein! Oder wie ich gestern einem nach Wein Fragenden sagte: Ja, der Erwin hat so viel Wein, daß er ihn sogar verkauft!!!! Herzlichen Dank an meine unterstützenden "Heinzelmännchen" und an alle Spanielfreunde die trotz manch "abenteuerlicher" Anfahrt sich nicht abhalten ließen zu kommen. Menschen mit solcher Einstellung waren der Grund dass ich als Obmann weitermache, für solche Leute ist es schön etwas zu tun. Für unsere geliebten Spaniels sowieso!
Auf Wiedersehen am 25. April, beim Heurigenwandertag in Feuersbrunn!
Ihr Franz Reisner
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