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3. Rudi Parzer
Gedenkwandertag Bericht und Fotos: Franz Reisner Wie die Zeit vergeht, schon zum 3. Mal gedenken wir bei unserer Herbstwanderung in den Dunkelsteinerwald an unseren, leider viel zu früh verstorbenen, Präsidenten und Freund Dr. Rudolf Parzer. Er muss für uns ein gutes Wort bei Petrus eingelegt haben, denn nach einer wettermäßig schlechten Woche hatten wir am 7.November traumhaftes Herbstwetter. Am Morgen als Gaby Parzer und ich Tische und die Teeküche zur Bildföhre brachten schien die Sonne, über dem Wald lag sehr stimmungsvoller Herbstnebel, ein Anblick um ins Schwärmen zu kommen. Durch die Benutzung der Forststraße am Morgen wussten wir auch welche teile des Weges wir am Nachmittag umgehen mussten um unsere 47 Spanielfreunde mit 37 Spaniels nicht allzu viel durch den "Gatsch" (hochdeutsche Übersetzung: Morast) zu führen weil der Forstweg durch den regen der ganzen Woche sehr aufgeweicht war. Ein großes Lob an die Teilnehmer die dieses Mal außerordentlich pünktlich am Treffpunkt Parkplatz vor dem Gasthaus Lind in Karlstetten eintrafen, so dass wir sehr früh zu zum Ausgangspunkt unserer Herbstwanderung aufbrechen können. Dadurch war die Wanderung sehr gemütlich, der Aufenthalt bei der Bildföhre - so heißt die Kapelle im Wald - wo wir ein kurzes Picknick machten. Warum heißt diese Kapelle "Bildföhre" wird sich mancher fragen? Die Sage erzählt dass sich während der Türkenüberfälle im Jahre 1683 ein Bauer aus der Gegend vor den Kriegern an dieser Stelle auf einer Föhre erfolgreich versteckte wo ihn die Soldaten nicht fanden. Als Dank für seine Errettung ließ er an dieser Stelle eine Kapelle erbauen die man bis heute "Bildföhre" nennt. Na, ja, damals kamen die Türken noch in kriegerischer Absicht zu uns waren aber nicht so erfolgreich wie heute, sie wurden wieder vertrieben. Im 20. Jahrhundert kamen sie in friedlicher Absicht und ließen sich in großer Zahl bei uns nieder, vertrieben hat sie keiner mehr. Was ziehen daraus für einen Schluss? Na, ohne Gewalt geht manches leichter! Soviel zur Geschichte, jetzt zum Wandern. Start in Heitzing, danach durch den Bauernhof des Jagdleiters Franz Marchart - danke Franz für Deine Unterstützung und die Benützung Deines Revieres - ein kurzes Stück entlang der Straße hinein in den Wald. Anfangs etwas lehmig und rutschig, Dank der vormittäglichen Besichtigung haben wir einen "Abschneider" über den Bach gemacht um dem größten Dreck auszuweichen. Dann eine Weile stetig bergan bis zur Bildföhre wo uns Horst Marecek und Gerhard Bischof mit Tee und Punsch und herrlichen Mehlspeisen erwarteten. Raten Sie wer die spendete? Natürlich unser Engel aus Zagersdorf - Claudia Huber!! Danke liebe Claudia, das hat wieder hervorragend geschmeckt! Ich hörte schon am Anmarsch das Schmatzen der "Mehlspeistiger" weil es so gut schmeckte.
Schauen wir uns das einmal bildlich an:
Nach dem so alle nacheinander ankamen, Tee tranken, aßen und plauderten fühlten sich einige Hunde wohl zu wenig angesprochen und hatten - ganz gegen die sonstigen Gepflogenheiten - einige "Wickel" untereinander. Keiner weiß warum die an diesem Tag etwas streitsüchtig waren. War es der nasse Boden, oder weil sie keine Mehlspeise bekamen? Sie bettelten jedenfalls alle an und "lackierten" ihre Mitwanderer. Kaum jemand kam ungeschoren, d.h. ohne schmutzige Hosen davon. Die Bilder gegen Zeugnis davon.
Weil es um diese Jahreszeit relativ früh dunkel wird, mussten wir uns rechtzeitig auf den Rückweg machen. Die bunten Farben der Laubbäume erinnerten uns an das prächtige Farbenspiel des "Indiansummers" in Kanada. Sehen Sie man muss gar nicht soweit nicht so weit weg um dieses Naturschauspiel zu erleben, mitten in Niederösterreich kann man das auch erleben. Nennen wir es halt neudeutsch "Woodpeckerssummer", klingt exotisch, vielleicht kommen da mehr Leute in unser schönes Bundesland. - Spechte (Woodpecker) haben wir ja genug, Indianer kommen bei uns eher sehr selten vor!!)).
Noch vor Einbruch der Dunkelheit kamen wir zum Gasthaus Lind in Karlstetten. Da wir schon vorbestellt hatten ging die Bedienung sehr schnell, die besonders Hungrigen waren bald "gestillt". Stelzen (jenseits des Weißwurstäquators Eisbein genannt), Ganslbraten (Gänsebraten), Wienerschnitzel, Hirschbraten und für die Vegetarier Gemüselaibchen standen zur Auswahl. "Raubtier Mensch" schlug wieder zu, ich sah kaum "Pflanzenfresser"! Das dürfte auch für die gute Stimmung gesorgt haben. Die Familie Lind hatte alles gut im Griff, danke für die schnelle Bedienung und das gute Essen. Es dürfte allen sehr gefallen haben, von überall kamen lobende Worte. Das Wetter passte, es war ein wunderschöner Abschlusswandertag 2009. "Abflug" der letzten Wanderer war um etwa 21 Uhr. Wir
wünschen allen einen schönen Herbst und freuen uns schon auf den
nächsten Wandertag Ihr Berichterstatter und LG Obmann Franz Reisner und seine Helfer!
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