2. Rudi Parzer Gedenk- Wandertag,
Samstag, 8. November 2008
Bericht und Fotos: Franz Reisner

Manchmal ist es zum verrückt werden, da scheint die ganze Woche die Sonne, es ist für die Jahreszeit viel zu warm. Dann steht der Wandertag im Dunkelsteinerwald vor der Tür und ausgerechnet am Freitag Abend fängt es zu regnen an. Abkühlung von 20 Grad am Freitag, auf 6 Grad am Samstag früh, Nässe, Nebel, der bisher trockene Forstweg teilweise matschig als Gabi Parzer und ich am Samstag per Geländewagen eine Besichtigung der Strecke machten und dabei die "Naßverpflegung" samt Kocher und Tisch zur "Bildföhre" brachten.

Zu unserer Überraschung nur ein Anruf wie bei uns das Wetter ist, verständlich, am Neusiedlersee goss es am Samstagvormittag in Strömen. Keine Absage! In St. Pölten feuchtkaltes "Allerheiligenwetter", brrr - nicht gerade einladend. Als wir mittags nach Karlstetten fuhren wurde der Nebel dichter, der Niederschlag mehr, meine Stimmung düsterer.

Ich hatte aber nicht mit der absoluten Wetterfestigkeit unserer Spanielfreunde gerechnet. Es ist wirklich so wie der Volksmund sagt: Wie der Herr so's G'scherr (Anhang)! Nur die Herren sind in unserem Fall die Hunde, das G'scherr wir Menschen, stimmt ja auch manchmal, Herrl (Frauerl) hängen an der Leine, der Hund zieht vorne weg !! )). Einem Spaniel ist das Wetter völlig einerlei, wenn er mit seiner Familie wandern will, ergo dessen hat es seinen Führern ebenso egal zu sein! Das ist zumindest die Ansicht meiner Spaniels. Ihrer auch?

So war es dann auch. Trotz etwas zu "feuchter Luft" und kühlen Temperaturen kamen, bis auf einen Ausfall wegen Borreliose - Erkrankung  des Hundes, alle angemeldeten Teilnehmer, ja sogar einige mehr. Pünktlichkeit war auch angesagt, so konnten wir um 13:55 Uhr vom Treffpunkt beim Gasthaus Lind zum Parkplatz nach Heitzing fahren. Nach einer Gedenkminute für unseren Rudi Parzer und die 2008 verstorbenen Mitglieder unserer Landesgruppe, konnten wir uns um etwa  14:15 Uhr mit 47 Menschen und 36 Spaniels auf unsere Wanderung durch den Dunkelsteinerwald in Bewegung setzen.

Durch den Hof der Familie Marchart war es, wegen einer Baustelle, etwas "weich" und "gatschig". Die  Straße entlang ging es wieder besser, nach wenigen Metern bogen wir ohnehin schon auf eine, anfangs allerdings auch noch weiche Forststraße ein. Das morastige Wegstück entlang des Baches ließen wir rechts liegen und gingen auf einem Steg über den kleinen Bach, unsere Spaniels quittierten das natürlich mit einem "Reinigungsritual", sie gingen baden. Der anschließende Forstweg war allerdings geschottert und daher kein  Schmutzproblem.

Wer mit offenen Augen durch den herbstlichen Wald ging - das taten hoffentlich alle - konnten sich an bunten Blättern am Boden und trotz der späten Jahreszeit auch noch an den Bäumen, dazu leichter Nebel und einer zauberhaften Stimmung im Wald erfreuen. Windstille, der Regen hatte aufgehört, Ruhe - ja sogar unsere Hunde waren still - es war fast wie eine Waldandacht. Dazu kam noch der stimmungsvolle Anblick der "Bildföhre" als wir diese im Nebel erblickten. Wunderschön! Der Niederschlag hatte aufgehört, so als hätte dieser  ebenfalls Verständnis für dieses schöne Naturerlebnis. Als wir am Zwischenziel ankamen erwarteten uns die " Heinzelmännchen" Horst und Gerhard, sehr zur Freude aller Wanderer, schon  mit heißem Punsch. Diesmal blieben wir an der Kapelle länger als sonst, es vertrieb uns keine Kälte, kein Regen, kein Schnee, wie uns das hier schon öfter passierte. Was soll ich dazu noch Vieles schreiben, Bilder können das besser:


Beim Abmarsch etwas feucht,

das Wetter nicht sehr freundlich,

die Menschen noch vermummt!

denen gefiel jeder Meter im Wald

ein romantischer Anblick, die "Bildföhre" im Nebel

so nach und nach kommen die Leute

holen sich bei Gerhard ihren Punsch

gutgelaunt: die Uchnerfamily, no, na!

der Zuspruch zum "Punschstandl" ist gut

Jagdleiter Franz Marchart besuchte uns auch

"Kreisschnuppern", is' eh a Hündin Eros!

hie und da mussten die Hunde "sortiert" werden

und leider wieder auf dem Heimweg

den Mienen nach hat's gefallen

jetzt noch die Hunde "einpacken!

Die Jahreszeit und die Zeitumstellung haben bei Wanderungen leider einen großen Nachteil, es wird früh dunkel. So mussten wir leider bald wieder aufbrechen, diesmal nicht weil uns der Hunger trieb. Leider vergeht auch alles Schöne. Vom Parkplatz ist nur ein kurzes Stück mit dem Auto bis zum Gasthaus Lind. Hätten wir so schnell wandern müssen wie wir da bedient wurden, der Schlag hätte uns getroffen vor lauter Eile.

Kaum saßen wir an den Tischen war schon die "schnelle Eingreiftruppe", sprich das flinke Personal da, wenig später die Gertränke. Ich hatte kaum Zeit unsere Landesgruppenbildkalender zu verkaufen, begann man schon mit dem auftragen der Speisen. Küchenchef Norbert muß Vollgas gegeben haben, die 47 Hungrigen waren in kürzester Zeit verpflegt. Die Stelzen - deutsche Übersetzung: Eisbein - Gänsebraten, Hirschbraten, Schnitzel usw. rochen nicht nur gut, sie schmeckten auch so. Zufriedene Gesichter überall. Norbert und Team bitte vor den Vorhang!


gute Laune, auch nach dem Essen

so strahlen kann nur ein zufriedner Mensch

der schaut auch nicht unglücklich

Der 2. Rudi Parzer Gedenkwandertag war wunderschön, schade für jene die ihn versäumt haben oder keine Zeit hatten. Ein "Rundumdank" an alle Dabeigewesenen für ihre Beteiligung, an alle meine Helfer, an Norbert Lind und Familie, das Personal des Hauses. Wir freuen uns schon auf 2009, auf den 3. Rudi Parzer Gedenkwandertag.

Auf Wiedersehen am 6. Jänner 2009 in Feuersbrunn

Ihr
Franz Reisner

 

 

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