|
Ein Abstecher in den
Herbst??? Wieder einmal war es soweit: die Landesgruppe Niederösterreich/Burgenland blies zum Wandern und die Spanielleute folgten! Der heurige Weinwandertag in Feuersbrunn war wohl auch ein solcher „Herbstwandertag mit junger Vegetation“. Sabina und ich scherzten schon bei der Hinfahrt und „schätzten“ die Teilnehmerzahlen, die wir auf Grund des Wetter – in Wien war es nasskalt und windig – in eher ungewohnt niedrigen Bereichen ansiedelten. Zu unserem Erstaunen fanden sich unerwartet viele „wetterfeste“ Spanielleute ein, um die gewohnt schönen Wege durch die recht durchfeuchteten Weingärten um Feuersbrunn mit Hund, Kind und Kegel unsicher zu machen. Ebenfalls wie gewöhnlich lief die Wanderung sehr harmonisch ab – auch wenn wir anfangs eher grumelig neben der Straße zur ersten befestigten Wegabzweigung mit angeleinten Hunden gehen mussten, die das im Übrigen auch nicht so toll fanden, wussten doch die „erprobten“ Wandershunde genau, dass dies die Gegend des Laufens sein soll. Aber keine Sorge! Unsere Vierbeiner bekamen dafür danach einen schönen, ausgiebigen, unangeleinten Spaziergang geliefert, welchen wir OHNE Regenschauer und brav schwitzend (wir waren ja schlechtwettergerüstet) absolvierten. Herr Bayer als bewährter, überaus ortskundiger Führer schleuste die Zweibeiner ohne gröbere Schlammschlachten durch den Wandertag, während sich unsere Hunde „saumäßig“ wohl fühlten, einige ein wenig schwimmen gingen um hinterher durch die schlammigen Weinberge zu fetzen, was selbstverständlich dazu führte, dass die vierbeinige Bande zum Teil nicht ganz einfach identifizierbar war – wir haben jedoch auch auf diesem Sektor schon Schlimmeres erlebt! Zum Glück gab es gegen Ende der Runde noch eine „Krotenlacken“, in welcher sich so mancher Vierbeiner wieder enttarnte. Angenehm - aber auch schon gewohnt - ist die Tatsache, dass es keine Beissereien gab und sich keine „Jagdaufklärer-Gruppen“ bildeten, die hetzend durch die Weinberge fegten. Der schwere Boden brachte es mit sich, dass Vier- und Zweibeiner dankbar die Labestation des „Bayerschen“ Kellers im Sturmangriff eroberten, wo wir (die Zweibeiner) wieder mit leckeren Surschnitzerln samt Salt und herrlichen Mehlspeisen verwöhnt wurden. Grundsätzlich wäre es ein toller Wandertag gewesen, wenn, ja wenn da nicht meine eigene Hundelosigkeit gewesen wäre. Meine Holly ist mal wieder (wie zu jedem April-Wandertag) läufig und zum Daheimbleiben verurteilt gewesen. Buddy, Sabinas Cocker-Rüde stand auch nicht zur Verfügung – er war mit Familie Parzers Roter Orchidee „Bina“ beschäftigt oder hinter seiner zweiten großen Liebe Glenda der Familie Nikoll her. Glenda scheint Buddy sehr an Holly zu erinnern! Aber kein Nachteil ohne Vorteil, wie es so schon heißt. Ich brauchte mich nicht auf meinen Hund zu konzentrieren und konnte nach Herzenslust plaudern und fachsimpeln. Erwähnenswert ist noch, dass die Landesgruppenführung einen Flohmarkt zu Gunsten der Landesgruppe veranstaltete, über dessen Ausgang ich allerdings nicht informiert bin, weil es mich trotz allen Wohlfühlens unter den Hundeleuten heim zu meiner Holly zog. Eure Andrea
|