Dreikönigswanderung FeuersbrunnDas Wanderjahr 2006 ist eröffnetvon Andrea Witzmann Leicht verspätet, aber doch kommt der persönliche Eindruck von der Eröffnung des Neuen Wanderjahres der Landesgruppe Niederösterreich/Burgendland (zuvor musste ich die Spuren des letzten Weihnachtsfestes noch entsorgen). Freitag, 6.01.2006 – die hartgesottenen Wanderer der Landesgruppe Niederösterreich/Burgenland versammeln sich traditionsbewusst zur ersten Wanderung im Jahreszyklus. Diesmal nicht auf mich allein gestellt finden wir diesmal auf direktem Kurs nach Feuersbrunn. Irgendwie scheinen unsere Hunde im Vorfeld die Strecken zu den Wanderrouten zu erkennen, denn bereits auf der Stockerauer Autobahn rührt sich einmal Buddy dann wieder Holly um ihre Ungeduld Kund zu tun. Buddy scheint ein ganz persönliches Navi-System zu besitzen, denn bereits auf der Abfahrt nach Feuersbrunn beginnt Nervosität ihn ans Fenster zu treiben, höheres Tempo einzufordern. Frohen Mutes, da das Wetter sich mit zunehmender Distanz zu Wien bessert, kommen wir in Feuersbrunn an, stellen fest dass sich die hartnäckigen Wandersleute bereits zum Teil eingefunden haben. Unter dem lautstarken Gejammere der Hunde den Rest der Wanderkluft anlegend finden die ersten Begrüßungen statt. Es duftet bereits nach Glühwein. Ich werde unseres Landesgruppenleitwolfes ansichtig, stelle insgeheim fest, dass unser Herr Reisner auch schon mal wohler ausgesehen hat, um in der Folge zu erfahren, dass er sich tatsächlich nicht ganz auf der Höhe fühlt (umso bemerkenswerter, dass er auf sein persönliches Wohlbefinden keine Rücksicht nimmt und vor Ort ist). Zwischenzeitlich sind noch mehr Wanderer eingetroffen, unsere Wauzis werden immer aufgeregter. Als es endlich los geht, können die Hunde es kaum noch erwarten von der Leine zu kommen! Ich stelle erleichtert fest, dass die Glatteisneigung sich in Grenzen hält – schließlich bin ich ja auch kein Eisläufer sondern Wandersfrau. Als die Hunde abgeleint werden, geht zunächst mal die Post ab. Sie stürmen voller Begeisterung durch den Schnee, nehmen Schneebäder und laufen schließlich rangelnd, springend, fast schon jauchzend durch die Landschaft. Wie gewohnt bildet sich eine Kolonne, dem sprichwörtlichen Strudelteig gleich, sodass immer wieder kleine (und auch größere) Sammelpausen eingelegt werden. Diesmal wird der für mich „gewohnte“ Weg leicht abgewandelt; wir bleiben eher eben unterwegs (wofür ich als Nichteisläufer wirklich dankbar bin). Zunächst im Mittelfeld finde ich mich plötzlich an der Spitze des „Strudelteiges“ wieder, denke noch: eigentlich habe ich doch gar nichts geklaut, dass ich so renne!, nehme mein Tempo wieder ein wenig zurück, denn als mittelaltes Modell sollte man sich seine Kräfte schon einteilen. Am Ende der Runde sehe ich mich noch gezwungen, meiner „Holly Düsentrieb“ den Kopf zurecht zu rücken, da sie scheinbar Eisklumpen in den Ohren hat, die den Gehorsam mangels Kontakt zu den Gehirnzellen noch nicht einmal zeitverzögert Raum greifen lassen. Rückblickend ist wieder die Disziplin der riesigen Meute bewundernd zu erwähnen, denn auch diesmal kommt es kaum zu Abstechern ans Wild, was gerade bei den harten Zeiten für die wild lebenden Tiere mit ihrer prekären Nahrungssituation erwähnt werden muss! Nun kommt das heiß ersehnte Beisammensitzen und Plaudern bei wunderbaren Grillwürsten mit frischen Semmeln und sehr gutem Kartoffelsalat. Durch den etwas kleinen Raum ziemlich beengt geht es heiß her. Es wird gelacht, geplaudert, gefachsimpelt und ist wie nach jeder Wanderung irre gemütlich. Als die Wandersleute nach und nach in Richtung Heimat aufbrechen, kommt es wieder zu den vertrauten Versicherungen sich in Bälde wieder zu sehen, den nächsten Wandertag bereits ins Auge fassend bzw. die kommende Ausstellungssaison schon freudig für das Wiedersehen erwartend. Abschließend darf ich noch fest halten, dass auch ich mich bereits auf den nächsten Ausflug freue, denn ich liebe es zu beobachten, dass eine große Meute unterschiedlicher Hundepersönlichkeiten sich ohne gröbere Zwischenfälle und Hetzorgien in einem Jagdrevier komplikationslos bewegt! Lieber Landesgruppenleitwolf, könnten wir nicht vielleicht noch ein oder zwei Wandertage mehr haben (ich hoffe, dies ist auch im Sinne der anderen Wandersleute und ihrer VierbeinerJ!)? Eure Andrea
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