13. Dreikönigswandertag
6.Jänner 2005
Bericht: Andrea Witzmann , Fotos: Franz Reisner

Trotz nicht gerade traumhaftem Winterwetter nahmen 55 Spanielfreunde mit 46 Spaniels an unserem traditionellen Wandertag in Feuersbrunn teil. Gegensätzlicher, als zum Vorjahr konnte das Wetter nicht sein. Minus 20 Grad und Schnee 2004 - Plus 7 Grad und grüne Wiesen 2005. Aber das soll nicht der einzige Unterschied sein, schrieb bisher ihr Obmann immer den Bericht über diese Veranstaltung, so stammt er heuer aus der Feder von Frau Andrea Witzmann, einem Mitglied unserer Landesgruppe und Teilnehmerin an dieser Veranstaltung. Die Fotos und den Fototext lieferte die bisherige Quelle. Viel Spaß beim lesen.


Wetter 2004

Wetter 2005

Bericht aus der Sicht eines teilnehmenden Hundes:

Hallo Leute!

Vielleicht kennen mich ja einige von Euch schon - für all Jene, denen ich noch nicht bekannt bin: mein Name ist Brandy von Jagernigg. Ich bin eine English Springer Spaniel-Dame (immerhin bin ich beinahe zweieinhalb Jahre) und lebe bei Andrea; aber alle nennen mich Holly. Seit einiger Zeit gehöre ich auch zu Eurem "Verein" und habe mich jetzt entschlossen für alle, die nicht dabei sein konnten, vom heutigen Wandertag in Feuersbrunn zu berichten!

In Feuersbrunn war ich das erste Mal, konnte mir also nicht vorstellen, was mich erwarten würde. Für zehn Uhr vormittags war der Treffpunkt festgelegt; mein Freund Buddy und ich waren dank Buddys Sabina und meiner Mom auch pünktlich zur Stelle - OBWOHL es bei unserer Abfahrt aus Wien nicht besonders schön zu werden schien: es regnete!!! Doch wie heißt es bei den Zweibeinern so vollkommen richtig: es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung. So ging es denn auf nach Feuersbrunn.


Frau Witzmann (links) schrieb diesen Bericht
 

mit Aufbauen fängt's immer an
 

auch Junghunde gingen mit
 

Endlich dort angelangt konnten Buddy und ich uns vor Begeisterung kaum noch halten - jede Menge Spaniels in unterschiedlichster Färbung und Größe!!! Allerdings auch ein ganzer Haufen Zweibeiner, die wieder jede Menge Zeit mit Warten vertrödelten. Zum Glück durften wir schon vorab mal durch die Mengen fetzen um alle Vierbeiner begrüßen zu können. Als es endlich los ging, wir aufbrachen, mußten wir an die Leine. So hatten wir uns das allerdings nicht vorgestellt. Rundherum roch es herrlichst und wir waren am Strick, seufz. Zu unserer großen Freude dauerte dieser Zustand aber nur ganz kurz an, dann ging der Karabiner auf und wir durften zwischen Feldern (alle wunderbar umgeackert und kaum grünbestanden) frei laufen. Seltsamer Weise waren unsere Zweibeiner davon keineswegs so begeistert wie wir. Es kamen allerlei abfällige Bemerkungen wie: na, die werden aber ausschauen, wenn wir zurück kommen; daheim brauchen wir die Kanalbrigarde nach dem Abschwemmen; wir räumen am Besten gleich den Kärcher raus; .....


Bewölkt war nur der Himmel, die Gesichter waren heiter!

Da war 2004 alles weiß, heuer sah es wie zu Ostern aus.

Sind das Flecken auf der hellen Jacke,
oder ist das ein Muster?

Der 14 jährige Axl ging tapfer mit Frauerl diese Runde

Nicht nur mehrfarbige Cocker gab es, auch lehmfarbene.

Bei Schönwetter ein Orangeschimmel,
heute hatte er noch eine dritte Farbe- Lehm.

Wir Vierbeiner fanden das jedoch suuuuper. Es wurde in wilder Jagd über die Felder und Schollen gefegt. Wir balgten uns in frischer, feuchter Erde, liefen und rempelten uns gegenseitig an (hin und wieder hat sich halt der Eine oder Andere ein wenig überschlagen, aber was ein echter Spaniel ist, läßt sich von solchen Kleinigkeiten nicht aus der Ruhe bringen). Wir kamen an kleinen Kanälen OHNE Wasser (so ein Jammer) vorbei, jagten die Böschung rauf und runter - waren also wirklich rundum glückliche Hunde. Ich für meinen Teil konnte sogar das eine oder andere "Hasenbemmerl" für mich auftreiben. Die Zeit verging wie im Fluge. Gegen Ende des "Spazierganges" lieferten Buddy und ich uns noch ein kleines Balgduell, was uns immer wieder die Bezeichnung "Erdferkel" einbrachte; dabei waren wir nicht einmal nass geworden.


Sogar die Kleinsten gingen brav mit.

In NÖ haben wir kein Nachwuchsproblem.

Frau Klub - Kassierin hat gut lachen

Vielleicht war dabei den Hunden fad, die Menschen sahen ganz fröhlich aus.

Gespannte Zuhörer - Familie Krummholz,
Frank Uchner gefällt es.

Und wie zum Hohn schien nach dem Essen die Sonne!

Der Rest ist eher langweilig, weil da die Zweibeiner meinten, jetzt seien sie endlich mal dran; es gäbe was zu schlürfen, futtern und tratschen, aber das tangierte uns nicht mehr. Wir zogen uns unter den Tisch bzw. die Bank zurück, schmiegten uns aneinander und entschliefen trotz unserer Erdkruste seelig und megamäßig gut. Von mir nun der Tipp: seht zu, daß Ihr beim nächsten Wandertag mitmachen könnt, es ist gaaanz toll und spaßig, gibt keinen Ärger, wenn Ihr mal aus dem Ruder rutscht, bringt jede Menge Spaß durch laufen und spielen. Solltet Ihr wirklich mal etwas Dreck abkriegen - sei's drum: die Zweibeiner sollen Euch dann eben - wie es uns heute widerfahren ist - in die Wanne stellen, abschwemmen, trocknen und wenn es sich nicht vermeiden läßt, weil Ihr so vornehm seid, auch noch gründlich bürsten. Das Erlebnis lohnt den Preis, das könnt Ihr mir glauben.

Bis demnächst beim nächsten Ausflug

Eure

HOLLY samt Andrea (damit die nicht beleidigt ist, weil sie mich ja "reinigen" mußte)

*** 

Schlußwort des Obmanns

Wie eine Binsenweißheit sagt: Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung. Wir hatten zwar erst am Nachmittag Sonne, jeder Teilnehmer trug aber Sonne im Herzen und wollte was für seinen Spaniel tun. Das kann man auch wenn's einmal kein Traumwetter hat, man muß nur wollen. Die Hunde waren an diesem 6. Jänner sehr glücklich, weil deren Besitzer nach den Feiertagen einmal ausschließlich für sie Zeit hatten. Ich sah aber, während der Wanderung und noch weniger beim Essen, unzufriedene Gesichter. Spanielbesitzer dürften glückliche Menschen sein, wenn auch am Abend viel Reinigungsarbeit wartete.

Zum Abschluß noch ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmer, besonders bedanken möchte ich mich bei Familie Bayer für die Unterstützung und bei meinen Heinzelmännchen und Heinzelfrauen der Landesgruppe ohne die eine solche Veranstaltung nicht gelingen würde.

Franz  Reisner

Obmann