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11. Grenzlandwandertag in Mörbisch
Nach dem meist verregneten, manchmal auch
kalten August des heurigen Jahres schwante mir schon Fürchterliches für den
Wandertag in Mörbisch. Dazu kam noch, daß sich im Mai eine Dame unserer
Landesgruppe berufen fühlte uns diesen traditionellen Wandertag zu vergällen.
Sie sagte an einem Klubabend, Herr Lang ließe mir ausrichten, daß der Wandertag
nicht mehr stattfinden könne, weil er, unser langjähriger Wanderführer und
Jagdleiter, dies nicht mehr wolle und aus gesundheitlichen Gründen auch nicht
mehr mit uns gehen könne. Außerdem wären im Vorjahr sowieso zu viele Leute dabei
gewesen und das wäre dem Revier nicht zumutbar und ohne seine Begleitung
könnten wir den Wandertag nicht durchführen. Er gäbe auch keine Genehmigung mehr
den Wandertag in seinem Revier durchzuführen. Nichts davon entsprach den
Tatsachen, das Ganze dürfte viel mehr ihren eigenen Wunschvorstellungen
entsprungen sein. Für den ganzen Vermiesungsversuch entschädigte uns am 3. September unser lieber Himmelvater, er schenkte uns nicht nur traumhaftes und warmes Wetter für unsere Spanielwanderung, er hielt uns auch noch besagte Dame fern. Für beide Umstände sagten 76 Teilnehmer mit ihren 62 Hunden recht herzlich "Dankeschön" nach oben, diesem Dankeschön schließe ich mich mit meiner, wie immer fleißigen, Landesgruppenfunktionärsmannschaft an.
Wie, ebenfalls schon Tradition in Mörbisch,
kamen wir, durch einige verspätet Ankommende, erst gegen 10 Uhr 30 von der
Winzerhalle weg. Dies tat aber der Freude keinen Abbruch. Für mich neu war meine
Position am Anfang der Gruppe, war ich doch der langjährige, weil ortskundige,
"Aufklauber" am Ende der Gruppe. Einen Vorteil hatte das auch noch für die
Berichterstattung, heuer gibt's auch Fotos von vorne. In der Vergangenheit mußte
ich durch meine Position am Gruppenende meist den "Schnellläufern" nachhetzen
und daher gab's überwiegend Rückansichten. Das hat sich also heuer auch
verbessert.
Durch die wunderschöne Gegend in und um
Mörbisch und durch reichtragende Weingärten gingen wir querfeldein, mit einigen
Pausen um langsamere Geher wieder aufschließen zu lassen und damit sich auch
keiner verlauft, Richtung Grundgraben. Zwischendurch genossen wir die heuer
wetterbedingt herrliche Aussicht über den Neusiedlersee. Ich ging diesen Weg
schon sehr oft, aber solch gute Fernsicht wie dieses Mal hatten wir noch nie.
Die Sicht reichte bis weit nach Ungarn und den östlichen Teil des Sees. Das
gegenüberliegende Ufer war fast zum Greifen nahe, hätten nicht einige Hügel die
Sicht behindert wäre auch die Westseite zu sehen gewesen.
Nach der Stärkungspause gingen wir durch den, anfangs sandigen, Grundgraben, wo sich wie erwähnt die nassen Hunde die "benötigte" Panade holten, leider waren auch 2 von meiner Meute dabei die ich am Abend von Kletten und Sand befreien mußte. Nach ca. 1/2 Stunde erreichten wir am höchsten Punkt unserer Runde die schon bekannte Winzerhütte. Hier fehlte uns Herr Lang. Er betreute uns in den vergangenen Jahren in und vor der Hütte. Heuer umsorgte uns seiner statt Dr. Karl Leutgeb mit Getränken, denn wie könnte es anders sein, auch heuer war's mittags ganz schön warm. Fast alle suchten im Schatten Deckung, teils auf der Bank, teils sitzend auf der Wiese. Einer fiel mir aber besonders auf, er stand in der Sonne und spielte auf der "Hainfeldertrompete", außer glucksendes Gurgeln habe ich aber nichts gehört. Seit gestern heißt der Karl für uns nur mehr "Trompeter von Mörbisch". Natürlich mußte ich das auch bildlich festhalten. Die Stimmung an der Mittagsrast war auf jeden Fall hervorragend, doch mußten wir nach einer Zeit wieder Richtung "Heimat", in unserem Falle die Winzerhalle in Mörbisch aufbrechen wo unser "akademischer Küchenchef" Dr. Rudolf Parzer für uns gut riechende und noch besser schmeckende Koteletts und Bratwürste am Grill zubereitete. Damit sie auch davon etwas sehen gibt's einige Bilder
Gabi Parzer, unsere LG Kassierin
sorgte wie schon am Morgen für Kaffee, unsere backenden Mitgliederdamen brachten
wieder köstliche Mehlspeisen mit, herzlichen Dank dafür. Zum Schluß nochmals ein Dankeschön an alle Teilnehmer fürs Kommen, ihre Disziplin bei der Wanderung, die familiäre und gute Stimmung an der ganzen Veranstaltung, ihre Mithilfe beim Auf- und Abbau in der Halle und die großzügigen Spenden für die Bewirtung. Sie haben uns als Veranstalter einen schönen Tag bereitet, wir hoffen es gelang auch uns, ihnen und ihren Hunden einen schönen Tag zu gestalten. Wenn es ihnen gefallen hat sagen sie es weiter und kommen sie zu unseren nächsten Veranstaltungen so zahlreich wieder. Mein ganz besonderer Dank gilt meinen "Heinzelmännchen".
Dr. Karl Leutgeb, dem wir diese 11 Wandertage
verdanken.
Ihr Und was sagt ein Mitglied dazu?
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