11. Grenzlandwandertag in Mörbisch
3. September 2005
Bericht und Fotos: Franz Reisner

Nach dem meist verregneten, manchmal auch kalten August des heurigen Jahres schwante mir schon Fürchterliches für den Wandertag in Mörbisch. Dazu kam noch, daß sich im Mai eine Dame unserer Landesgruppe berufen fühlte uns diesen traditionellen Wandertag zu vergällen. Sie sagte an einem Klubabend, Herr Lang ließe mir ausrichten, daß der Wandertag nicht mehr stattfinden könne, weil er, unser langjähriger Wanderführer und Jagdleiter, dies nicht mehr wolle und aus gesundheitlichen Gründen auch nicht mehr mit uns gehen könne. Außerdem wären im Vorjahr sowieso zu viele Leute dabei gewesen und das wäre dem Revier nicht zumutbar und ohne seine Begleitung  könnten wir den Wandertag nicht durchführen. Er gäbe auch keine Genehmigung mehr den Wandertag in seinem Revier durchzuführen. Nichts davon entsprach den Tatsachen, das Ganze dürfte viel mehr ihren eigenen Wunschvorstellungen entsprungen sein.
Nach einer Rücksprache mit Dr. Karl Leutgeb unserem langjährigen Veranstalter in Mörbisch gab es, wie auch nicht anders zu erwarten, grünes Licht für die Veranstaltung 2005. Herr Lang hat zwar große Probleme mit seiner Hüfte, wir wünschen im dazu baldige Besserung, aber er hatte keine Einwände gegen eine weitere Begehung seines Reviers. Seine Rolle als Wanderführer übernahm ich und auch dieses Problem war gelöst. Soviel zur Vorgeschichte 2005, die den wenigsten Teilnehmer bekannt war, wie auch den Lesern dieses Berichtes.

Für den ganzen Vermiesungsversuch entschädigte uns am 3. September unser lieber Himmelvater, er schenkte uns nicht nur traumhaftes und warmes Wetter für unsere Spanielwanderung, er hielt uns auch noch besagte Dame fern. Für beide Umstände sagten 76 Teilnehmer mit ihren 62 Hunden recht herzlich "Dankeschön" nach oben, diesem Dankeschön schließe ich mich mit meiner, wie immer fleißigen, Landesgruppenfunktionärsmannschaft an.

Wie, ebenfalls schon Tradition in Mörbisch, kamen wir, durch einige verspätet Ankommende, erst gegen 10 Uhr 30 von der Winzerhalle weg. Dies tat aber der Freude keinen Abbruch. Für mich neu war meine Position am Anfang der Gruppe, war ich doch der langjährige, weil ortskundige, "Aufklauber" am Ende der Gruppe. Einen Vorteil hatte das auch noch für die Berichterstattung, heuer gibt's auch Fotos von vorne. In der Vergangenheit mußte ich durch meine Position am Gruppenende meist den "Schnellläufern" nachhetzen und daher gab's überwiegend Rückansichten. Das hat sich also heuer auch verbessert.
Wie immer gingen wir die ersten 500 Meter auf der Straße mit angeleinten Hunden. An der Weggabelung wurde von der Gemeinde Mörbisch ein kleiner Pavillon und eine Pergola errichtet, anscheinend warten dort öfter Gruppen um sich wieder zusammenzuschließen, da warteten auch wir bis der lange Zug wieder aufgeschlossen hatte. Von da an ging's, für unsere Hunde erfreulicherweise, ohne Leine weiter. Aber treu wie sie sind waren sie auch ohne Leine ständig in unserer Nähe.


Sammelplatz vor der Winzerhalle

kurz vor dem Abmarsch

erster Warteplatz

die anderen kommen schon nach

zwischen den Weingärten

ist das nicht ein schöner Anblick

Durch die wunderschöne Gegend in und um Mörbisch und durch reichtragende Weingärten gingen wir querfeldein, mit einigen Pausen um langsamere Geher wieder aufschließen zu lassen und damit sich auch keiner verlauft, Richtung Grundgraben. Zwischendurch genossen wir die heuer wetterbedingt herrliche Aussicht über den Neusiedlersee. Ich ging diesen Weg schon sehr oft, aber solch gute Fernsicht wie dieses Mal hatten wir noch nie. Die Sicht reichte bis weit nach Ungarn und den östlichen Teil des Sees. Das gegenüberliegende Ufer war fast zum Greifen nahe, hätten nicht einige Hügel die Sicht behindert wäre auch die Westseite zu sehen gewesen.
Sehr diszipliniert legte die Gruppe ihre Hunde an die Leine als wir ein unvermeidliches Asphaltstück ein paar hundert Meter entlanggehen mußten und in Straßenähe kamen. Das war in der Vergangenheit nicht immer so, heuer klappte das besonders gut. Nach dem wir wieder auf einen unbefestigten Feldweg in den Grundgraben einbogen, die Hunde wieder frei laufen konnten, nutzten dies gleich einige "wasserfreudige" Cocker um ein Bad zu nehmen. Leider duftete dieser Regenwassertümpel nicht gerade nach Parfüm, wie Einige nachher feststellen mußten. Dazu kam noch die Tatsache daß der Weg durch den Grundgraben sehr sandig ist. Eine gute Panade aus schlechtriechendem Wasser und klebrigen Sand war das Ergebnis. Uns hat's weniger, den Hunden aber sehr gefiel. Doch bevor sich die Hunde panierten gab's noch eine Labestelle für Mensch und Tier, wie immer betreut durch Dr. Karl Leutgeb, die gute Seele von Mörbisch. Besonders aufgefallen ist mir auch noch ein Welsh Springer Spanielrüde der sehr ausdauernd die Cockerhündin Bonny  "verehrte", dies tat er auch schon in Feuersbrunn. Dem Rüden gefällt das hübsche Mädchen, dem Mädchen gefiel es weniger wie sie öfter zum Ausdruck brachte, das störte den Buben aber nicht. Muß Hundeliebe schön sein!


Zwischenrast zum Warten

auch die Meute suchte den Schatten

Blick auf Weingärten und See

Labestelle im Grundgraben

Bonny mit Verehrer

die Kleinsten kamen mit dem 1 MS Taxi

Nach der Stärkungspause gingen wir durch den, anfangs sandigen, Grundgraben, wo sich wie erwähnt die nassen Hunde die "benötigte" Panade holten, leider waren auch 2 von meiner Meute dabei die ich am Abend von Kletten und Sand befreien mußte. Nach ca. 1/2 Stunde erreichten wir am höchsten Punkt unserer Runde die schon bekannte Winzerhütte. Hier fehlte uns Herr Lang. Er betreute uns in den vergangenen Jahren in und vor der Hütte. Heuer umsorgte uns seiner statt Dr. Karl Leutgeb mit Getränken, denn wie könnte es anders sein, auch heuer war's mittags ganz schön warm. Fast alle suchten im Schatten Deckung, teils auf der Bank, teils sitzend auf der Wiese. Einer fiel mir aber besonders auf, er stand in der Sonne und spielte auf der "Hainfeldertrompete", außer glucksendes Gurgeln habe ich aber nichts gehört. Seit gestern heißt der Karl für uns nur mehr "Trompeter von Mörbisch". Natürlich mußte ich das auch bildlich festhalten. Die Stimmung an der Mittagsrast war auf jeden Fall hervorragend, doch mußten wir nach einer Zeit wieder Richtung "Heimat", in unserem Falle die Winzerhalle in Mörbisch aufbrechen wo unser "akademischer Küchenchef" Dr. Rudolf Parzer für uns gut riechende und noch besser schmeckende Koteletts und Bratwürste am Grill zubereitete.

Damit sie auch davon etwas sehen gibt's einige Bilder


Rast im Grundgraben

der "Panierweg"

durch den Wald im Grundgraben

an der Winzerhütte

Dr. Leutgeb bei der Versorgung

der "Trompeter von Mörbisch"

die "klickliche"  Familie

auf dem Heinweg

zum reinbeißen!

Mittagessen in der Winzerhalle

unser "akademischer Koch"

schaut aber guat aus, gell!

Gabi Parzer, unsere LG Kassierin sorgte wie schon am Morgen für Kaffee, unsere backenden Mitgliederdamen brachten wieder köstliche Mehlspeisen mit, herzlichen Dank dafür.
Gewicht verlor, trotz mehrstündiger Wanderung, an diesem sehr schönen und warmen Tag keiner, dafür war ausreichend gesorgt.

Nach den Essen war auch unser Landesgruppenshop geöffnet und viel versorgten sich mit unseren neuen Schirmkappen, Polohemden und unserer ebenfalls neuen Rundwegebroschüre. Alle diese Artikel können sie selbstverständlich über unseren Internet Klubshop in der LG Homepage Online bestellen. Sehr viel Vorbestellungen gingen auch schon für den Bildkalender 2006 ein. Heuer sind da wunderschöne Welpen und Junghundefotos enthalten.

Zum Schluß nochmals ein Dankeschön an alle Teilnehmer fürs Kommen, ihre Disziplin bei der Wanderung, die familiäre und gute Stimmung an der ganzen Veranstaltung, ihre Mithilfe beim Auf- und Abbau in der Halle und die großzügigen Spenden für die Bewirtung. Sie haben uns als Veranstalter einen schönen Tag bereitet, wir hoffen es gelang auch uns, ihnen und  ihren Hunden einen schönen Tag zu gestalten. Wenn es ihnen gefallen hat sagen sie es weiter und kommen sie zu unseren nächsten Veranstaltungen so zahlreich wieder.

Mein ganz besonderer Dank gilt meinen "Heinzelmännchen".

Dr. Karl Leutgeb, dem wir diese 11 Wandertage verdanken.
Herrn Lang und der Jägerschaft von Mörbisch,
 durch ihre Unterstützung können wir dieses Revier begehen.
Gabi und Dr. Rudi Parzer und allen Helfern ohne deren  Hilfe und großen Einsatz ,
diese und auch andere Veranstaltungen nicht durchzuführen wären.

Gute Zusammenarbeit ist unser  "Geheimnis"!

Ihr
LG Obmann
Franz Reisner

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